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Rauschgiftjahresbericht 2000
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Der Rauschgiftjahresbericht 2000 soll über Stand und Entwicklung der Rauschgiftkriminalitätin der Bundesrepublik Deutschland informieren. Die in der Anlage beigefügten Statistiken und Zeitreihen ermöglichen Detailbetrachtungen einzelner Phänomenbereiche
[Zum Bericht des BKA] |
| Leistungs- und Qualitätsbericht Hamburger Suchthilfeeinrichtungen 1999/2000 |
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Die letzten 5 Jahre haben in der Suchthilfe, vor allem in Hamburg, erheblich Bewegung in die bis dahin wenig flexiblen Strukturen der Suchthilfe, insbesondere im Bereich der Datenerhebung und Systematisierung der Suchthilfe, gebracht. Dabei ist nicht alles als gelungen zu bezeichnen (man denke nur an die Probleme bei der Einführung des neuen Instruments, der "Ausschreibung" = öffentliche Bekanntgabe, deren Kern durchaus in die Modernisierungsbemühungen passt). Dennoch sind für die Suchtarbeit Impulse gegeben worden, die sich neben der Rahmenvereinbarung zur Qualitätssicherung, der differenzierten Vertragssystematik (Zuwendungsverträge) auch in der Hamburger Dokumentationssystematik (BasisdatenDokumentation, LeistungsDokumentation, VerlaufsDokumentation) und in dem von den hier teilnehmenden Einrichtungen benutzten Arbeitsmittel (Moonlight) niederschlagen.
Dieser 3. Leistungs- und Qualitätsbericht (Reader) ist nicht nur die bloße Darstellung dessen, was wir zeigen können bzw. was möglich ist, sondern er fordert auf, die inhaltliche Debatte, die sich aus den Abläufen und Systematiken der konkreten ambulanten Suchtarbeit ergeben (z.B. Anamnestisches Inventar im Suchtbereich, Stärkung der Professionalität der im sozialen Feld Tätigen), aufzunehmen. Die Diskussion: -Segmente versus kleingliedriger Kennziffern- ist Teil eines dynamischen Prozesses zur Entwicklung sozialarbeiterischer Kompetenz und Selbstbewusstsein. Sie entscheidet darüber, ob die Suchtarbeit in den nächsten Jahren eine zeiterfasste Gebühren- und Abrechnungsordnung wie bei ÄrztInnen, Pflegediensten u.ä. als Arbeitsgrundlage erhält oder ein, sich aus den prozesshaften Verläufen von Klientinnen und Klienten und den systematisierten, fachbezogenen Segmentierungen der Einrichtungen ergebendes Bewertungsssystem. Hierzu ist der vorliegende Reader ein Diskussionsbeitrag.
Die Nachfragen nach der Hamburger Dokumentationssystematik belegen überdies ein reges Interesse an dem Hamburger Lösungsansatz. Dieser beinhaltet den Grundsatz, dass bei der Dateneingabe im Arbeitsprozess schon transparent ist, wofür die Daten bei der Auswertung am Ende des Jahres genutzt werden. Dies ist im Vergleich zu bisher üblichen Befragungen bzw. Erhebungen eine Umkehrung des Verfahrens. D.h. zuerst wurde die Systematik entwickelt und verabredet: Trennung der Leistungsdaten und der qualitativen Daten mit übergreifender Segmentsytematik, um danach in wechselseitigem Dialog zwischen eingebenden und auswertenden Stellen die Optimierung des Systems zu betreiben. Mit dieser Art der Arbeitssystematik wird der üblichen Erhebungssytematik - Sammlung von vielen Einzeldaten und Tätigkeiten; Systematisierung nach Sichtung durch die AuswerterInnen - eine hochtransparente und beteiligungsfreundliche Methodik entgegengestellt. Ein Ausdruck hiervon ist der Statusbericht von BADO e.V. und dem ISS in Frankfurt wie auch der hier vorgelegte Reader von Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Trägern der Suchthilfe mit dem Schwerpunkt auf der Nutzbarkeit in den Arbeitsprozessen. Auf ein zusätzliches Ergebnis sei hier hingewiesen. Die einrichtungsübergreifende, trägerübergreifende, bereichsübergreifende Zusammenarbeit und Auseinandersetzung in der Hamburger Suchthilfe hat überwiegend dazu geführt, über den eigenen Tellerrand hinaus Neues zu entdecken und anderes zu respektieren. Dies gilt vor allem auch für die hier teilnehmenden Einrichtungen, die in dem Reader auch ein gelebtes Stück Vernetzung sehen.
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| Erläuterungen zur Sucht- und Drogenpolitik (Juli 2000) |
Erläuterungen zur Sucht- und Drogenpolitik Geschäftsstelle der Beauftragten der Bundesregierung für Drogenfragen im Bundesministerium für Gesundheit näheres hier
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| Daten zur Rauschgiftkriminalität in der BRD von 1996 bis 1999 |
| Die Rauschgiftjahresberichte sollen über Stand und Entwicklung der Rauschgiftkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland informieren. Die Informationen resultieren im wesentlichen aus polizeilich bekanntgewordenen Fällen der Rauschgiftkriminalität. Sie geben daher nur das Hellfeld dieses Kriminalitätsphänomens wie-der. Insbesondere die Rauschgiftsicherstellungsmengen basieren zum einen auf polizeilich repressiven Maßnahmen, zum anderen auf erfolgreich angewandten Erkennungsrastern des Zolls. Großsicherstellungen beeinflussen die Jahresstatistik erheblich.
Quelle: Bundeskriminalamt BKA
Kurzbericht 1999 als "PDF" (348KB) oder (ges. Bericht Online)
Kurzbericht 1998 als "PDF" (312KB) oder (ges. Bericht Online)
Rauschgiftjahresberichtbericht 1997 als "PDF" (3,1MB)
Rauschgiftjahresberichtbericht 1996 als "PDF" (2,4MB) |
| Drogen- und Suchtbericht 1999 |
- Der Ausbau von Überlebenshilfen ist notwendig
- Gesetzliche Absicherung von Drogenkonsumräumen wurde erreicht
- Das Modellprojekt heroingestützte Behandlung wird durchgeführt
- Prävention des Drogenkonsums wird weiterhin gestärkt und zielgruppenorientierter eingesetzt
Der Schwerpunkt der Sucht- und Drogenpolitik widmet sich stärker den sozialen und gesundheitlichen Folgen des Tabak- und Alkoholkonsums
Zusammenfassung: Entwicklung des Suchtmittelkonsums in 1999 und Schwerpunkte der Sucht- und Drogenpolitik
Zur Bilanz der Drogen- und Suchtpolitik erklärt die Drogenbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretärin, Christa Nickels: "Die Bundesregierung hat im ersten Jahr eine Reihe von Initiativen und Aktivitäten entwickelt, um neue Wege und Schwerpunkte festzulegen aber auch schon begonnene, sinnvolle Projekte in der Drogen- und Suchtprävention fortzusetzen.
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| Kooperartion und Vernetzung im Hilfesystem |
Kooperartion und Vernetzung im Hilfesystem
eine Gratwanderung zwischen Optimierung und zusätzlicher Arbeitsbelastung?
Die Idee zu dieser Regionalkonferenz Sucht Harburg entstand im Laufe des Bundesmodellprogramms "Kooperationsmodell nachgehende Sozialarbeit mit mehrfach beeinträchtigen abhängigen Menschen" und ist in Zusammenarbeit mit dem "Runde(n) Tisch Sucht Harburg" konzeptionell weiterentwickelt und organisiert worden.
Reginalkonferenz Harburg.pdf (212KB) |
| Trauer und Tod |
Trauer und Tod
Herantasten an die Arbeit mit Sterbenden
Bereits die Vorbereitungen zur Arbeit an diesem Thema ließen ahnen, welchen Stellenwert Tod und Sterben in der deutschen Industriegesellschaft haben: Literatur, die sich mit Tod und Sterben befaßt, findet sich selbst in renommierten Hamburger Buchhandlungen entweder überhaupt nicht oder an schamhaft versteckten Plätzen, die sich beinahe ausschließlich in Bauchlage erkunden lassen.
Trauer und Tod.pdf (28KB) |
| Infobit Hamburg Bericht 1998 |
| Mit der Datenerhebung "Leistungs- und Qualitätsbericht Hamburger Suchthilfeeinrichtungen 1998" legen neun freie und staatliche Drogenhilfeeinrichtungen für illegale und legale Drogen eine erste umfangreiche Dokumentation ihrer Arbeit und zur Struktur ihrer Klienten vor. Ausgewertet wurden die Daten von 3824 Alkohol- und Drogenabhängigen etwa zu Alter, Wohnort und Wohnsituation, Drogenkonsum und Betreuungssituation. Die Erhebung dokumentiert Reichweite und Akzeptanz der Hamburger Drogenhilfeangebote sowie Beratungsverläufe und Vermittlungserfolge. Sie ist damit eine erste umfassende und kritische Bestandsaufnahme der Arbeit in Drogenhilfeeinrichtungen, die in den kommenden Jahren fortgeführt und ausgeweitet wird.
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| Stand der Drogenproblematik in der Europäischen Union |
Jahresbericht über den
Stand der Drogenproblematik in der Europäischen Union
Der Report als PDF (356KB) |
| Zur Aussagekraft der Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen |
| Anlässlich der zu Beginn eines neuen Jahres regelmäßigen Anfragen über die Entwicklung der Anzahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum illegaler Drogen weist die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Christa Nickels darauf hin, dass 1. die abgestimmten Zahlen erst Anfang Februar vom BKA zusammengestellt und bereinigt vorliegen und 2. die Anzahl der sogenannten "Drogentoten" als Maßstab für den Erfolg oder Misserfolg einer bestimmten Drogenpolitik oder bestimmter drogenpolitischer Maßnahmen nicht herangezogen werden kann. Die Drogenbeauftragte stellt klar, dass die statistische Grösse der jeweilig veröffentlichten Zahl der drogenbedingten Todesfälle noch nichts über die genauen Ursachen oder spezifischen Einflussmöglichkeiten aussagt.
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| Substitutionsgestützten Behandlung der Opiatabhängigkeit |
| Aus Sicht des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ist die substitutionsgestützte Behandlung nicht als Außenseitermethode, sondern als erfolgreiche therapeutische Option zur Behandlung der Opiatabhängigkeit einzuordnen. Inzwischen ist ausreichend belegt, dass die Substitution nicht nur im Rahmen der stationären Entzugsbehandlung oder als Überbrückungsmaßnahme bis zum Beginn einer drogenfreien Therapie geeignet ist, sondern dass eine qualifizierte substitutionsgestützte Behandlung die gesundheitliche und soziale Situation Opiatabhängiger verbessert und auch zur Abstinenz führen kann.
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| Bundesmodell-Projekt "Designerdrogen-Sprechstunde" |
| Die von der BZgA und der Hamburgischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren herausgegebene Studie von G. Rakete und U. Flüsmeier zeigt, daß das häufigste Erstkonsumalter bei Ecstasy ebenso wie bei Speed, LSD und Kokain zwischen dem 16. und 18. Lebensjahr liegt, bei Alkohol und Cannabis zwischen dem 13. und 15. Lebensjahr. Beikonsum und Mehrfachkonsum sind nach dieser Untersuchung die Regel, nicht die Ausnahme. Die genannte Untersuchung zeigte klar, daß Personen mit Ecstasykonsum häufiger körperliche Beschwerden und psychische Beeinträchtigungen zeigten. Die ebenfalls im Auftrag der BZgA durchgeführte Untersuchung von Tossmann und Heckmann ergab bei einer Befragung von n = 1674 jugendlichen Besuchern von Techno-Partys ähnliche Ergebnisse zum Mehrfachkonsum, insbesondere Cannabis, Ecstasy, Amphetamine, Halluzinogene. Im Gegensatz zu der sonst eher stigmatisierenden Feststellung der Zugehörigkeit zur Gruppe der süchtigen Drogenkonsumenten verstehen sich diese Jugendlichen eher als sozial angepaßt und als Angehörige der "Fun-Generation" und möchten sich klar von den sozial meist nicht mehr integrierten Drogenabhängigen abgrenzen.
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| Drogen- und Suchtbericht 1998 |
| "Die Abhängigkeit von Suchtstoffen ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Abhängigen Menschen muß mit den zur Verfügung stehenden medizinischen, therapeutischen und sozialen Mitteln geholfen werden. Deshalb hat die neue Bundesregierung durch Beschluß des Bundeskabinetts vom 18. November 1998 das Amt der Drogenbeauftragten der Bundesregierung vom Innen- in das Gesundheitsministerium verlagert. Dieser Wechsel dokumentiert, daß in der Drogenpolitik in Zukunft die gesundheitlichen und sozialen Aspekte im Vordergrund stehen. Die Bekämpfung des kriminellen Drogenhandels ist weiterhin eine unverzichtbare Aufgabe in der Zuständigkeit des Innenministers."
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| Fragen und Antworten zur neuen Drogen- und Suchtpolitik |
Was ist neu an der Drogen- und Suchtpolitik und warum?
"Im Mittelpunkt der neuen Drogen- und Suchtpolitik stehen Aufklärung, Prävention und die Hilfe für Abhängige. Süchtige sollen nicht unter der Drohung des Strafrechts leben müssen. Das bedeutet nicht, daß die Strafverfolgung des kriminellen Drogenhandels vernachlässigt wird."
Bundesgesundheitsministerin Andrea Fischer
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| Neue Wege in der Drogen- und Suchtpolitik |
| Von Suchtstoffen abhängig zu sein, ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Fast ebenso wie der Betroffene leiden die Familie und der Freundeskreis unter den Begleiterscheinungen. In Deutschland schätzt man, daß allein ca. 2,7 Millionen ca. 120.000 Menschen von irgendeine illegale Droge genommen haben, illegalen Drogen und ca. 2,45 Millionen davon Cannabis. Ca. 2, 5 Millionen Menschen - und damit fast viermal so viel wie vor 10 Jahren - sind von Alkohol abhängig; sind; daneben spielen Medikamentenmißbrauch und Nikotinsucht eine nicht unerhebliche Rolle. Die Kosten zur Behandlung der Sucht und der häufigen Folgeerkrankungen gehen in die Milliarden, insgesamt schätzt die WHO die gesellschaftlichen Kosten allein des Alkoholmißbrauchs auf 5-6 % des Bruttosozialproduktes eines Landes.
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