Eine Alphabetische Auflistung von Begriffen
Abhängigkeit bedeutet, auf Personen oder Sachen angewiesen zu sein und ohne diese in irgendeiner Weise schwere Beeinträchtigungen hinnehmen zu müssen. In der Drogenfrage spielen vor allem diejenigen Abhängigkeiten eine besondere Rolle, auf die sich der Organismus des Menschen nach einer Zeit der Gewöhnung eingestellt hat (Toleranz).
Psychische (seelische) Abhängigkeit: Verlangen zur ständigen Einnahme und Beschaffung einer Substanz, um eine gewünschte Wirkung (Erfahrungs- und / oder Erwartungswert) zu erzielen und ein Verlangen zu befriedigen.
Physische (körperliche) Abhängigkeit: Entwicklung eines körperlichen Bedarfs an einer körperfremden Substanz, die in den Zellstoffwechsel einbezogen wird. Hierdurch Ausbildung von Gewöhnung (Toleranz) mit Dosissteigerung.
(adolescere = heranwachsen) Adoleszenz bezeichnet ein Übergangsstadium in der Entwicklung des Menschen. Sie stellt den Zeitabschnitt dar, während dessen eine Person biologisch gesehen ein Erwachsener, aber emotional und sozial noch nicht erwachsen ist.
Gemisch aus Schmerzmitteln, Alkohol und
Kokain.
Synthetische Verwandte des natürlich vorkommenden Ephedrins; stark stimulierende organische Verbindung; auch als Weckamine bekannt. Opiatabhängige konsumieren benzedrinhaltige Medikamente (im Szene-Jargon auch Pep Pills genannt) meist nach dem Aufwachen, um überhaupt auf die Beine zu kommen.
(Nicht zu verwechseln mit Benzedrin!) Sie wirken genau umgekehrt, nämlich beruhigend und werden dementsprechend als Schlaf- oder Beruhigungsmittel verabreicht. Am bekanntesten wurde das Valium, das bis in die 70-er Jahre hinein 10 mal teurer als Gold war.
Barbiturate sind die klassischen Schlafmittel, mit hoch bewertetem Suchtpotential. Sie werden noch heute eingesetzt, sind rezept- und apothekenpflichtig, was einen Missbrauch jedoch nicht verhindert.
Die Pause auf einem Rave, in der sich die Tänzer ausruhen und erholen oder wenn die konsumierten Wirkstoffen aufhören zu wirken (Phase des Rauschendes). Gute Clubs und Partyveranstalter bieten den Gästen eine sogenannte Chill-Out-Area zum ausruhen und „runterkommen“ an.
Herausgefilterte (derivierte) Abkömmlinge einer Grundsubstanz mit überwiegend eigenen chemisch-toxischen Reaktionen. Die
Ecstasy-Wirkstoffe sind z. B. Amphetaminderivate.
Ein Neurotransmitter, der u. a. an der Verarbeitung von Euphorie und Lustempfindung beteiligt ist, aber auch die Bewegungskoordination beeinflusst. Vorstufe von Noradrenalin und Adrenalin
Drogen sind alle Stoffe, Mittel, Substanzen, die aufgrund ihrer chemischen Beschaffenheit, Strukturen oder Funktionen im lebenden Organismus verändern, wobei sich diese Veränderungen insbesondere in den Sinnesempfindungen, in der Stimmungslage, im Bewusstsein oder in anderen psychischen Bereichen oder im Verhalten bemerkbar machen. Es sind alle Stoffe die im Gehirn psychotrope Wirkungen entfalten.
Phantasien und Bilder, die aus den „hinteren Hirnkammern“ zu kommen scheinen und während eines
Ecstasy-Rausches wie ein Film im Kopf des Konsumenten ablaufen.
Ein Neurotransmitter, mitverantwortlich für euphorische Empfindungen, Stressbewältigung und Bewältigung des Alltagsstresses. Vom Körper selbst produziertes Opioid.
Stoffe mit euphorisierender Wirkung (
Haschisch)
Stoffe mit aufputschend-euphorisierender Wirkung (überwiegend
Medikamente, aber auch
Kokain oder
Speed)
Fentanyl ist ein synthetisches Narkotikum, das seit 1968 als Schmerzmittel auf dem Markt ist. Die Wirkungen sind ähnlich denen des
Morphins oder
Heroins.
Durch leichte Veränderungen der molekularen Struktur oder durch Hinzufügen oder Abspalten von Atomen oder Molekülgruppen entstehen neue Stoffe (Fentanylderivate) mit stärkeren Wirkungen. Es ist ein wichtiger Grundstoff zur Herstellung von
Designer-Drogen auf
Methylbasis.
Ein Flashback (englisch für blitzartig zurück, sinngemäß übersetzt: Wiedererleben) meint ein Wiedererleben früherer Gefühlszustände und kann durch unterschiedlichste Schlüsselreize hervorgerufen werden. Häufig treten diese überfallartigen wiederlebten Gefühle / Erinnerungen im Zusammenhang mit der posttraumatischen Belastungsstörung auf.
Der Begriff wird auch benutzt, um ein Rauscherlebnis, welches ohne akuten Drogenkonsum ausgelöst wird, zu bezeichnen. So ein Flashback tritt auf, wenn fettlösliche Suchtstoffe (
THC,
LSD)
sich in Körperdepots (Hirnrinde oder Fettgewebe) angereichert haben, dann plötzlich freigesetzt werden und ihre Wirkungen entfalten.
Wasserlösliche Wirkstoffe, wie
Heroin oder
Amphetamine,
können im Körper keine Depots bilden und damit auch keine Flashbacks auslösen.
Der Genuss eines bestimmtes Stoffes qualifiziert diesen in besonderer Weise gegenüber dem häufig unreflektierten Konsum alltäglicher Waren. Genuss ist der besondere, der angenehm empfundene Konsum.
Stoffe, die Halluzinationen (Sinnestäuschungen) auslösen können oder zumindest die Phantasie enorm anregen. Sie werden auch Psychodelika genannt (
LSD,
Meskalin,
Tryptamine).
Insbesondere vom
LSD-Konsum bekannte negative Rauschwirkungen. Statt der erhofften phantastischen Halluzinationen stellt sich eine „Schreckensreise“ oder ein „Horror-Trip“ ein.
Horror-Trips hängen mit ungünstigen Konsumvoraussetzungen (Traurigkeit, Depressionen, Konflikte) bei Halluzinogenen zusammen, die durch den Stoff verstärkt werden. Er wird auch als „Bad Trip“ (schlechter Trip) bezeichnet.
Der Begriff Integration (lateinisch für integer, griechisch entagros für „unberührt“, „unversehrt“, „ganz“, deutsch für „Herstellung eines Ganzen“) bezeichnet im sozialen Bereich die Einbindung von Minderheiten in die Gesellschaft, beispielsweise die Eingliederung von Immigranten in unser gesellschaftliches Leben.
In der Pädagogik steht der Begriff für einen gemeinsamen Unterricht von behinderten und nicht behinderten Menschen. Sehr aktuell meint der Begriff auch die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt von Langzeitarbeitslosen oder anderen schwer in Arbeit zu vermittelnden Menschen, wie Suchtkranken oder Menschen mit einem Handicap.
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Keine Einträge mit dem Anfangsbuchstaben J..
Zusammenbrechen des Herz-Kreislaufsystems. Plötzlich einsetzender Schwächeanfall mit Bewusstseinsverlust infolge Kreislaufversagens (Kollaps).
Konsum bezeichnet zunächst wertfrei den Gebrauch, Verzehr und Verbrauch von Gütern aller Art. Drogenkonsum besagt nichts anderes als den Verzehr eines pflanzlichen oder synthetischen Stoffes, um damit eine bestimmte Wirkung zu erzielen.
Waschküchenlabor oder auch illegales Großlabor zur Herstellung von
Designer-Drogen oder zur chemischen Weiterentwicklung anderer Wirkstoffe.
Gemisch aus Weckaminen, Appetithemmern und Tranquilizern
Lovelys nennt man in
PCP getunkte Zigaretten.
Missbrauch bedeutet einen falschen, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch und zwar zum eigenen Schaden der Konsumenten / -innen und zur Schädigung von deren Umwelt. Die Einordnung von Konsumverhalten als missbräuchlich unterliegt persönlichen wie auch gesellschaftlichen Wertungen.
Psychologischer Missbrauch: Psychologischer Missbrauch besteht, wenn eine Handlung die Grenzen eines anderen verletzt (z. B. seine sexuellen Integrität, Manipulation) und ihm psychischen Schaden zufügt.
Sexueller Missbrauch: Sexueller Missbrauch bezeichnet die unter Strafe gestellten und / oder moralisch zu verurteilenden sexuellen Handlungen an Menschen, beispielsweise an Minderjährigen, Schutzbefohlenen oder durch Ausübung von Zwang jeglicher Art.
Neurodegenerativ bedeutet schädlich für Hirn und Nerven.
Nervengift mit zerstörerischer Wirkung für das Gehirn und die Nervenbahnen.
Signaltragende, Nachrichten übermittelnde chemische Substanzen, die im Gehirn produziert werden um Reize und Botschaften durch das Nervensystem zu transportieren.
Ein Neurotransmitter, wie andere Transmitter auch, zuständig für Energie, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.
Keine Einträge mit dem Anfangsbuchstaben O.
Peer-Gruppen (Peer to Peer: gleichgestellt, „von Gleich zu Gleich“) sind in der Regel Gruppen von Menschen, häufig von Gleichaltrigen, welche dieselben Werte teilen und ähnliche Interessen, Erfahrungen und Bedürfnisse haben. Diese Gruppen gewinnen heute immer mehr an Bedeutung, denn innerhalb einer Peer-Gruppe können soziale, emotionale, kommunikative und kongnitive Fähigkeiten besser erlernt werden. So müssen zum Beispiel Regeln ausgehandelt und Konflikte gelöst werden. Diese Regeln treffen, auf Grund der Gemeinsamkeiten, oft auf eine höhere Akzeptanz.
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Ein wichtiger chemischer Grundstoff zur Herstellung von
Amphetaminen und deren Derivate, der aber auch zur legalen Herstellung verschiedener Medikamente benötigt wird.
Phencyclidinist eine Hauptgruppe
aus dem Bereich der
Designer-Drogen. Viele verschiedene Wirkstoffe
mit der Gemeinsamkeit eine betäubende und eine weniger starke halluzinogene Wirkung zu entfalten.
In Flaschen abgefülltes Amylnitrit, das überwiegend geschnüffelt wird. Es wirkt sofort nach dem Konsum, enthemmend und gefäßerweiternd. Die Wirkung ist jedoch nur von kurzer Dauer. Es verätzt die Nasenschleimhäute und steht im Verdacht, das Immunsystem zu schwächen sowie das Blutbild negativ zu beeinträchtigen.
Prodine sind neben den
Fentanylen
die zweite Hauptgruppe unter den
Designer-Drogen, mit hauptsächlich betäubenden und dämpfenden (sedierenden) Wirkungen. Sie werden überwiegend auf einer Phenylbasis hergestellt, während Fentanyle überwiegend auf einer Methylbasis aufbauen.
Keine Einträge mit dem Anfangsbuchstaben Q.
Kristallisierte Drogensubstanzen. Der Beiname Rocks wird für verschiedene Stoffe geführt. z. B. für
Heroin-Varianten, aber auch für
Fentanyle oder
Phencyclidine (Indian-, Honk-Kong-Rocks).
Es handelt sich meist um Stoffe, die handelsüblich in pulverisierter Form angeboten werden, und die dann durch gemeinsames Aufkochen mit anderen Substanzen kristallisiert werden.
Safer Sex (sichererer Sex) wurde vorallem auf Grund von HIV bzw. AIDS ein Thema. Safer Sex-Handlungen sollen die Risiken einer Verbreitung sexuell übertragbarer Krankheiten minimieren. (Dazu gehören auch Hepatitis B und C.) Im deutschen Sprachraum ist auch die Bezeichnung geschützter Sex üblich. Die den bekannteste Safer Sex Maßnahme ist der Gebrauch von Kondomen. Safer Sex dient dem eigenen Gesundheitsschutz, wie auch dem dritter Personen.
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Safer Use heißt soviel wie „Sicherer Gebrauch, Konsum“ und soll gesundheitliche Schäden beim Konsum von Drogen, beispielsweise durch die Nutzung gebrauchter Nadeln, minimieren. Die bekanntesten Maßnahmen sind Spritzentausch und das Benutzen sauberes Schnupfröhrchen. Safer Use dient dem eigenen Gesundheitsschutz ebenso, wie dem Schutz dritter Personen.
Safer Use stellt zusammen mit Safer Sex einen Grundpfeiler der Bekämpfung von AIDS und anderen Infektionskrankheiten.
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Neurotransmitter, unterstützt u. a. die Schlaf- und Appetitregulierung.
Sublingualtabletten werden unter die unter die Zunge gelegt. Dort werden sie sofort aufgelöst. Der Arzneistoff wird also über die Mundschleimhäute aufgenommen. Wird eine solche Sublingualtablette irrtümlicherweie oder versehentlich verschluckt, hat sie im Normalfall keine Wirkung.
Sucht ist als ein bis zur Existenzgefährdung übersteigertes, verstandesmäßig unbeherrschtes und immer wiederkehrendes Verlangen nach einer (sinnlichen, gefühlsmäßigen) Erfahrung zu verstehen, das alle anderen Werte und Aktivitäten des Individuums in den Hintergrund drängt.
Suchtkrankheit (Definition): Man unterscheidet zwischen Gewohnheit, Abhängigkeit und Suchtkrankheit, obwohl ihre Grenzen fließend sind.
Gewohnheit: Hierbei könnte Gewohnheit definiert werden, als ein sich in gewissen Zeitabständen wiederholendes, eingeschliffenes, korrigierbares Verhaltensmuster.
Abhängigkeit: Abhängigkeit ist dagegen ein eingeschliffenes, zwanghaftes Verhalten, das je nach Schweregrad wenig bzw. ab einem gewissen Stadium gar keine Verhaltenskorrektur (im Sinne von Suchtmittelverzehr) zulässt. In diesem Stadium empfinden Betroffene die Drogeneinnahme und -wirkung als existentiell unverzichtbar. Die Droge hat bereits einen festen Platz in ihrem Leben.
Entzug: Entzug bedeutet schmerzhafte Ablösungsprozesse, Entzugserscheinungen.
Suchterkrankung: Obwohl eine Abhängigkeit bereits die Suchtkrankheit ist, sprechen zahlreiche professionelle Suchtexperten erst dann von einer Suchterkrankung, wenn die Abhängigkeit beginnt, das ganze Leben des Betroffenen zu beherrschen. Etwa, wenn alles Denken und Handeln weitestgehend auf die Beschaffung der Droge, die Verhütung von Entzugserscheinungen und die Vertuschung der Sucht gerichtet ist. Der anfängliche Genuss wird durch die eigendynamische Suchtspirale ad absurdum geführt. Aus dem, anfänglich das Leben bereichernden, Genussziel wird ein immer hoffnungsloserer Wettlauf gegen Entzugserscheinungen und zunehmend soziale, wirtschaftliche und gesundheitliche Probleme, ein Wettlauf, der ohne Therapie unweigerlich in den Abgrund führt.
Drogenabhängigkeit: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat vorgeschlagen, anstelle von Sucht von Drogenabhängigkeit zu sprechen, um Verwechslungen mit Begriffen wie Gelbsucht, Bleichsucht usw. zu vermeiden. Nach der WHO-Definition ist Drogenabhängigkeit „ein unbezwingbares, gieriges, seelisches Verlangen, mit der Einnahme der Drogen fortzufahren und das Bedürfnis, sich die Drogen um jeden Preis zu beschaffen.“
Dieser Begriff ist einer der umstrittensten Begriffe aus dem Vokabular der Drogenhilfe. Wenn hier von unterschiedlichen Suchtpotentialen die Rede ist, dann sind damit zum einen die unterschiedlich zu beobachteden Zeiträume gemeint, in denen Konsumenten verschiedener Suchtstoffe Abhängigkeitsstrukturen entwickeln. Zum anderen die unterschiedlich intensive Beziehung, die Menschen zu ihrem „favorisierten Suchtstoff“ entwickeln.
Die Tatsache, dass sich kombiniert eingenommene Stoffe im Bewusstsein (psychische Wirkung) des Konsumenten bestenfalls multiplizieren, in seinem Organismus (körperliche Wirkungen) aber potenzieren, insbesondere was die schädlichen und negativen Nebeneffekte (synergetischen) betrifft.
Tryptamine sind eine Hauptgruppe der
Designer-Drogen mit
halluzinogener Wirkung.
Keine Einträge mit dem Anfangsbuchstaben U.
Keine Einträge mit dem Anfangsbuchstaben V.
Erfinder einer erfolgreichen
Designer-Droge aus den USA.
Keine Einträge mit dem Anfangsbuchstaben X.
Keine Einträge mit dem Anfangsbuchstaben Y.
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Stand: Juli 2007
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