Morphinbase
Die Opiumforschung des 17. Jahrhunderts kannte Morphium bereits im unreinen Zustand als „Magisterium Opii“. 1804 isolierte der deutsche Forscher Sertürner den Stoff als „organische Base“, die er 1806 als reine „Morphinbase“ herstellte. Die deutsche Firma E. Merck (Darmstadt) begann 1828 mit der fabrikmäßigen Morphinherstellung. 1846 bekam die Droge ihren Namen „Morphium“.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde auf den Schlachtfeldern Europas (Krim-Krieg, Deutsch-Französischer-Krieg) und der USA (Bürgerkrieg) der Morphinismus zur „Soldatenkrankheit“. Um die Jahrhundertwende gab es in Europa eine erste „Morphin-Welle“, eine zweite in den 20er Jahren. Doch schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Morphin von einer neuen, nur wenige Jahre alten Droge zunehmend verdrängt: dem
Heroin.
Stand Juli 2006
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