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Crack

Potenzierte Version des Kokains

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Crack ist im Grunde eine potenzierte Version des Kokains und somit streng genommen keine Designer-Droge. Crack wird normalerweise geraucht. In einigen großen deutschen Städten wie z.B. Hamburg wird Crack seit Kurzem verstärkt in Jugendgangs und Jugendszenen konsumiert.

Kapitelübersicht

Herstellung und Zusammensetzung

Crack ist im Grunde eine potenzierte Version des Kokains und somit streng genommen ebenfalls keine Designer-Droge. Es handelt sich um eine in Wasser aufgekochte Mischung aus Kokain und Natriumkarbonat. Der kristallisierte Rest wird als Crack bezeichnet. Es ist – auch wenn User und Dealer dies vielfach behaupten – keineswegs sauberer als Kokain. Auch Crack ist immer nur so sauber wie der Grundstoff, aus dem es deriviert worden ist.

Da Crack in Verbindung mit Sauerstoff sehr stark reagiert und dabei die größten Wirkungsanteile verliert, muss der Stoff sehr aufwendig verpackt werden, wenn er über einen längeren Zeitraum konserviert werden soll. Diese schnelle Verfallszeit führt dazu, dass es kaum offen gehandelt wird und auf der Straße praktisch nicht auftaucht. Konsumenten stellen sich den Stoff häufig selbst her und konsumieren ihn dann an Ort und Stelle. In einigen großen deutschen Städten wie z.B. Hamburg wird Crack seit einem Jahr verstärkt in einigen Jugendgangs und Jugendszenen konsumiert.

Wirkungen

Crack wird normalerweise geraucht, wobei das typische „knacken“ (cracken) entsteht. Es wirkt schnell, direkt und konzentriert im Gehirn. Dort wirkt es heftiger, aber bei weitem nicht so lange wie das – meist geschnupfte – Kokain. „Man fühlt sich stark und mächtig.“ (Klientenzitat) Es erzeugt einen zirka 5 bis 20-minütigen (so lange, wie die Zigarette geraucht wird), relativ kurzlebigen, flüchtigen aber intensiven Rausch (Crack-Flash). Ein gut zu den Rauschbedürfnissen (Kurz, aber intensiv.) unserer kurzlebigen Zeit passender „Cliprausch“.

Ihm folgt eine ungefähr 2 bis 8-minütige Depressionsphase, in der der Konsument es bedauert, wieder in der Realität zu sein. Das Verlangen sofort erneut zu konsumieren, ist in dieser Phase relativ groß, ohne dass man von einer sofortigen Definition Abhängigkeit sprechen kann. Bei wiederholtem sofortigen „Nachlegen“ (sofortiger Folgekonsum) über einen längeren Zeitraum setzt die körpereigene Definition Dopamin-Produktion aus. Dadurch kann sich so etwas wie eine körperliche Abhängigkeit entwickeln. Ob jedoch auch eine klassische physische Abhängigkeit eintritt ist strittig.

Crack lässt den Blutdruck hochschnellen und verengt gleichzeitig die Gefäße. Die dadurch herbeigeführte unzureichende Sauerstoffzufuhr zum Herzen kann Infarkte auslösen, aber auch zum Hirn- oder Herzschlag führen. Zudem lösen Überdosierungen oft Krämpfe aus, die das gesamte Atmungssystem außer Kraft setzen können. Es hinterlässt vermutlich dauerhafte Schäden an der Hirnrinde, wodurch die Definition Neurotransmitter- und Transmitterproduktion (insbesondere Dopamin) langfristig und teilweise irreparabel gestört beziehungsweise beeinträchtigt werden kann.

Beim Rauchen lagern sich zudem schwarze klebrige Aschereste und andere giftige Verbrennungsrückstände in der Lunge und in den Atemwegen ab und schwächen deren Funktion. Crack-Konsum kann während der Schwangerschaft zu Chromosomenschäden und bei den sogenannten „Crack-Babys“ zu Lähmungen und Verkrüppelungen führen.

Beim Crack-Entzug wurden alle bekannten Entzugserscheinungen in sehr heftiger Ausprägung beobachtet.

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Stand: Juli 2006

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