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Amphetamine

dem körpereigenen Adrenalin verwandt

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Amphetamine stoßen gesellschaftlich auf große Akzeptanz und werden entsprechend häufig konsumiert. Das verwundert nicht, da sie vorallem leistungssteigernd wirken. In geringen Dosierungen wirken sie konzentrationsfördernd, steigern das Selbstvertrauen und die Motivation, bei gleichzeitiger Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Sie sind heute in Europa die wichtigsten Grundstoffe für die Designer-Drogen-Produktion.

Kapitelübersicht

Entwicklung

Amphetamine sind in ihren pharmakologischen Wirkungen dem körpereigenen Stoff Adrenalin verwandt. 1887 wurde das Amphetamin von dem Chemiker Edelano erstmals synthetisiert und in diversen Inhalationspräparaten zur Schnupfenbehandlung verwandt.

Basen

Amphetamine und deren Definition Derivate sind Substanzen die auf drei verschiedene Basen aufbauen:

Erst 1934 wurde das wesentlich stärkere Methamphetamin deriviert. Einige Amphetaminverbindungen sind ähnlich dem Interner Link THC (Wirkstoff im Cannabis). Andere weisen eher Gemeinsamkeiten mit Interner Link LSD, Interner Link Meskalin oder Interner Link Kokain auf. Sie gehören zur Wirkklasse der Psychostimmulantien. Schon im 2. Weltkrieg fanden sie, aufgrund ihrer aufputschenden und stimulierenden Wirkungen, bei den Frontsoldaten Verwendung. Im Leistungssport gelten sie als sehr erfolgreiches Aufputsch- und Dopingmittel.

Konsum-Form

Amphetamine und Methamphetamine werden als Tabletten, Kapseln, Dragees, Tropfen- und Injektionslösungen oder kristallisiertes Pulver angeboten. Amphetamine stoßen derzeit gesellschaftlich auf große Akzeptanz und werden entsprechend häufig konsumiert. Sie sind heute in Europa die wichtigsten Grundstoffe für die Designer-Drogen-Produktion.

Wirkung

Sie wirken allesamt leistungssteigernd und vermitteln Wohlbefinden, Zufriedenheit und Gelassenheit. In geringen Dosierungen wirken sie konzentrationsfördernd und steigern das Selbstvertrauen, die Motivation, sowie die Leistungsbereitschaft bei gleichzeitiger Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit.

Nebenwirkungen

Das Hungergefühl wird gedämpft und das Schlafbedürfnis reduziert, wodurch Erschöpfung und körperlicher Verfall oft schon kurzfristig beschleunigt werden. Als weitere unangenehme Nebenwirkungen sind Unruhe, Nervosität, Gereiztheit, Bewusstseinstrübungen sowie hoher Blutdruck und erhöhte Herzfrequenz bekannt. Bei höheren Dosierungen können auch Herzrhythmusstörungen, plötzlicher Blutdruckabfall, stark erhöhte Körpertemperatur, Gefäßkrämpfe oder Schlaganfälle auftreten.

Die Wirkungen halten bei höheren Dosierungen bis zu 15 Stunden an und werden von großer Müdigkeit und Katerstimmung abgelöst, die häufig 20 bis 30-stündige Tiefschlafphasen zur Folge haben. Überdosierungen führen nicht selten zu Sinnestäuschungen, bei denen der Konsument kleine Würmer oder Spinnen spürt und sich verfolgt fühlt. All diese Wirkungen findet man in unterschiedlichen Intensitäten bei den meisten Amphetaminderivaten wieder. Teilweise ist es dabei gelungen, unangenehme Nebenwirkungen durch „Neukreationen“ auszuklammern. Dies gelang allerdings häufig nur unter Akzeptanz wieder neuer Risiken und Gefahren.

Modedroge „Yaba“

Yaba lässt sich relativ einfach in primitiven Labors herstellen, und in Thailand geschieht das wohl auch in größeren Mengen. Von dort findet das Amphethamin seinen Weg nach Europa, wurde aber bislang nur bei den Schweizer Eidgenossen in größeren und in Frankfurt in kleineren Mengen entdeckt. Eine weitere Drehscheibe im schwunghaften Handel mit Designerdrogen ist Holland. Und hier das Rotlichtviertel von Amsterdam.

Dass Yaba zu einer neuen, großen Gefahr für deutsche Jugendliche werden könnte ist eher unwahrscheinlich, trotzdem ist zu bedenken, dass Yaba wesentlich gefährlicher ist als die bekannten Ecstasy-Pillen.

Yaba ist den deutschen Drogen-Fahndern nicht unbekannt. Als „Ice“ wird es schon seit Jahren in entsprechenden Kreisen gehandelt. Und überhaupt: Schon deutsche Elitesoldaten sollen im 2. Weltkrieg durch diese Droge (Pervitin) wachgehalten worden sein, weshalb sie gelegentlich als „Hitlers drug“ (Hitlers Droge) durchs Internet geistert. Die Kunst deutscher Chemiker, so behaupten einige Quellen, hätte diese Droge geschaffen.

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Stand: Juli 2006

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