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Alarm: Jugendschutz (im Dreierpack)

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! Alarm: Jugendschutz (im Dreierpack)

Meldung vom 11. März 2004

   I. Alarmierend: Die Ergebnisse der ESPAD 2003

Deutschland hat sich 2003 zum ersten mal an der "Europäischen Schlerstudie zu Alkohol und anderen Drogen" (ESPAD) beteiligt. Themen der Befragung von 11.043 SchlerInnen der neunten und zehnten Klasse in den Lndern Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, waren der Definition Konsum psychoaktiver Substanzen sowie die persnlichen Einstellungen und die Fhigkeit zur Risikoabschtzungen. Fr die jeweiligen Bundeslnder liegen die alarmierenden Ergebnis der Studie auch als Einzelergebnis vor.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marion Caspers-Merk nahm Stellung zu den ermittelten ESPAD-Daten. Sie sprach von einem Alarmsignal. Die Jugendlichen machten Ihre Erfahrungen mit Alkohol, Tabak oder Cannabis sehr früh. Der Trend aus anderen Befragungen, dass nmlich mittlerweile mehr Mädchen als Jungen rauchten, habe sich besttigt. Alcopos, das Lieblingsgetrnk der Jugendlichen, waren in letzter Zeit ohnehin häufiges Negativthema. Frau Caspers-Merk schlussfolgerte, dass es zuknftig verstärkt um Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen gehen msse. Dazu gehrten primrprventive Maßnahmen, wie das Bereitstellen von Informationen zum Rauchen - speziell für Mädchen - durch die BzgA, genauso wie Angebote der Sekundrprävention für konsumerfahrende Jugendliche. Sie wies in diesem Zusammenhang auf die Bundesmodellprojekte "FreD" und "Halt" hin.

"FreD", als Frühintervention, richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die mit ihrem Definition Konsum erstmalig bei der Polizei auffällig geworden sind, die mit Drogen experimentieren, ohne bereits abhängig zu sein. Das Programm beinhaltet die freiwillige Teilnahme an Informations- und Beratungskursen. Einen interessanten Bericht zur Anwendung von "FreD", entnehmen Sie bitte folgender Definition PDF: www.die-tuer-trier.de/src/archiv/Fruehintervention junger Drogenkonsumenten.pdf
"Halt" ist ein neues Pilotprojekt. Es soll Jugendlichen mit auffälligem Alkoholkonsum Hilfe bieten.


Fakten aus der Studie:

Tabak
- 77,8% SchlerInnen haben mindestens einmal in ihrem Leben geraucht
- 79,1% der Schlerinnen haben gegenber 76,4% der Schler Erfahrungen mit dem Tabakkonsum
- 48,4% der weiblichen gegenber 44,9% der mnnlichen Schler konsumieren aktuell
- Hauptschler machen mehr, der tglich und stark rauchenden SchlerInnen aus

Alkohol
- 12 Monate vor der Befragung waren lediglich 6% der Jungen und 5% der Mädchen abstinent
- In den letzten 30 Tagen vor der Erhebung wurde Alkohol folgendermaen konsumiert: Alcopops (63%), Bier (56%), Spirituosen (51%) und Wein/Sekt (50%)
- 38% der befragten Jugendlichen hatten Trunkenheitserlebnissen in den letzten 30 Tagen
- Jeder zweite Jugendliche unter 14 Jahren war schon einmal betrunken
- 59% der Schlerinnen und Schler gaben einen einmaligen Konsum von 5 oder mehr Glsern Alkohol bei einer Trinkgelegenheit in den letzten 30 Tagen an

Drogen
- 33% der SchlerInnen haben bereits einmal irgendeine illegale Substanz probiert
- Cannabis ist mit 31% ist die am häufigsten konsumierte Substanz
- 5% der Jugendlichen haben in den letzten 30 Tagen vor der Befragung fter als einmal pro Woche Cannabis konsumiert.

Links
Die vollstndigen Ergebnisse der Befragung mit den einzelnen Lnderberichten finden Sie im Internet unter: www.bmgs.bund.de/download/broschueren/F310.PDF
Informationen zu den Präventionskampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung finden Sie unter: www.bzga.de
Quelle: Pressestelle des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung


   II. Aufklrend: Neue und kostenlose Info-Broschüre zum Jugendschutzgesetz

Im Auftrag des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder NRW hat die AJS -Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (Landesstelle Nordrhein-Westfalen), eine neue Broschüre Jugendschutz-Info veröffentlicht. Das vierfarbige Heft im Postkartenformat informiert über die Gesetzesinhalte des neuen Jugendschutzgesetzes und beschftigt sich mit Fragen von besorgten Eltern und ErzieherInnen.

Kostenlose Bestellung
Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS)
Poststr.15-23
50676 Köln
oder per Telefax: 02 21/92 13 92-20

Quelle: www.ajs.nrw.de/presse/veroef.html


   III. Aufgezeigt: Spiegel-online: "Kapitulation vor der Tabakindustrie"

"Kapitulation vor der Tabakindustrie", so die Schlagzeile eines kritischen Spiegel-Online-Artikels, der schon am 27.02.2004 erschienen ist und unter: www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,288128,00.html abgerufen werden kann.

Der Artikel beschftigt sich mit der Tatsache, dass in Deutschland weit mehr Jugendliche rauchen, als in anderen Europäischen Lndern und hinterfragt die Wirkung der Nichtraucherkampagne "Rauchfrei 2004", den Sinn von Zigarettenautomaten mit Geldkartenbetrieb, der Mindestinhaltsmenge für Zigarettenschachteln und einem Werbeverbot in Kinos vor 18 Uhr, als wirksame Maßnahmen zum Jugendschutz. Da die Bedeutung der Werbung jedoch, als ein Einstieg in den Tabakkonsum unbestritten ist, verweist der Artikel auf die Handhabung in anderen Lndern, wie beispielsweise in Frankreich, wo Tabakwerbung im Kino, in Zeitungen und Journalen prinzipiell verboten ist. Fragen, wie die zur Mitverantwortung der Tabakindustrie, z.B. durch das Beimischen von Zusatzstoffen, die den Erstkonsum angenehmer werden lassen oder dem sprbaren finanziellen Einfluss der Tabakindustrie auf die Kampagnen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung,
scheut der Autor des Artikels, Alexander Brgin, ebenfalls nicht.

Frhere Artikel zum Thema:
www.jugend-hilft-jugend.de/artikel/107567639984487.shtml
www.jugend-hilft-jugend.de/artikel/107567639943287.shtml

Quelle: www.spiegel.de
Weitere Quellen: www.optipage.de



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