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Alkoholbehandlung - Rückfallquoten senken!

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Alkoholbehandlung - Rückfallquoten senken!

Meldung vom 1. Februar 2004

Neue Medikamente und begleitende Therapie sollen helfen, die hohen Rückfallquoten nach Alkoholbehandlungen auf 35 Prozent zu senken. berhaupt wre Alkoholabhängigkeit, laut Andreas Heinz, Chefarzt an der Charit Berlin, heute sehr gut behandelbar. Die Erfolgsraten lgen weit über denen vieler anderer chronischer Erkrankungen.

Acamprosat beispielsweise hilft schon seit einigen Jahren den Glutamat-Stoffwechsel des Gehirns zu normalisieren und so Suchtdruck zu mindern. Glutamat - Bestandteil manchen Gewrzregales - ist vor allem aber auch ein krpereigener Botenstoff im Gehirn. Er ist für Aktivitten und Motivation zustndig. Alkohol nun, macht das Gehirn glutamat-empfindlicher. Unruhe und Unwohlsein sind die Folgen von Glutamatentzug, die i. d. R. erneuten Alkoholkonsum auslsen.
Acamprosat soll helfen Psychotherapie berhaupt zu absolvieren. Eine Studie des Hamburger Suchtexperten Falk Kiefer ergab, dass 43 Prozent der Patienten ein Jahr lang keinen schweren rückfall erlitten, wenn sie die psychotherapeutische Behandlung mit der Verabreichung von Acamposat kombinierten.

Noch positivere Werte werden Naltrexon zugeschrieben, mit dessen Hilfe sogar 65 Prozent der behandelten Personen trocken blieben. Naltrexon blockiert die Opiat-Rezeptoren und verhindert so die Vorfreude auf den Konsum des Suchtstoffes. Es wird in Deutschland lediglich zur Behandlung Drogenabhängiger eingesetzt.

Obwohl nur ein mehrmonatiger Klinikaufenthalt alternative Ergebnisse versprche und Hausärzte die Mittel verschreiben drfen, werden die Medikamente bislang nur wenig genutzt. Kiefer sieht den Grund in der fehlenden Sensibilisierung der ärzte für das Thema. Fatal, wenn man bedenkt, dass nur jeder zehnte Süchtige professionellen Beratungsstellen aufsucht.

Neuere Studien ergaben brigens, dass über die Hälfte der Risikofaktoren in Zusammenhang mit Alkoholsucht genetisch bedingt seien und gerade trinkfeste Mitmenschen betrfen. Der Berliner Psychiater Heinz erklrte dazu: "sie erleben lange Zeit keine negativen Auswirkungen von Alkohol und steigern so unbeschwert ihre Tagesdosis." Dennoch verweist Kiefer darauf: "Diese Veranlagung ist kein Schicksal, viele dieser Menschen werden niemals alkoholkrank."

Quelle:http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,286380,00.html

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