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Hamburg aus der Perspektive eines Blinden

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Hamburg aus der Perspektive eines Blinden

Meldung vom 24. November 2003

Wenn Jens-Uwe Voigt (34) lacht, dann bewegt sich vor Freude sein ganzer Krper. Voigt ist ein frühlicher Mensch mit viel Humor und groem Interesse an seiner Umwelt und seinen Mitmenschen. "Ich habe das Gefhl, wir haben uns schon einmal gesehen", sagt er dann mitunter. Und wenn er im Kino sitzt, eines seiner liebsten Hobbys, geniet er es besonders, wenn die Filmmusik Emotionen treffend wiedergibt.

Jens-Uwe Voigt ist blind. Seit seinem achten Lebensjahr kann er nicht mehr sehen. Und seit seinem neunten Lebensjahr sitzt er im Rollstuhl. Der Student der Rechtswissenschaften, der gerade an der Uni Hamburg promoviert, nimmt seine Umgebung in vlliger Dunkelheit wahr. Ein Geburtsfehler, dann eine zu spt erkannte und behandelte Kinderlhmung waren Ursachen für seine Behinderung. Zusammen mit seiner Mutter Ingrid (71) lebt er in einem kleinen Haus in Farmsen. Sein Vater starb vor sechs Jahren an Krebs.

Jetzt hat der Hamburger Werbefotograf Jo van den Berg (50) den Farmsener drei Monate lang mit seiner Kamera begleitet. Auf dem Weg zur Uni, beim Einkaufen, beim Schwimmen, beim Besuch der Terrakotta-Armee-Ausstellung und beim Spaziergang mit seiner Freundin Ulrike. Sie ist ebenfalls sehbehindert.

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