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Problem Alkohol: Kontrolliertes Trinken statt Abstinenz?

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Problem Alkohol: Kontrolliertes Trinken statt Abstinenz?

Meldung vom 29. Januar 2003

MHH sucht Teilnehmerinnen und Teilnehmer für Studie

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In Deutschland haben insgesamt 7,8 Millionen Menschen einen riskanten Alkoholkonsum, davon betreiben 2,4 Millionen einen schdlichen Gebrauch*, 1,5 Millionen sind krperlich und psychisch abhängig (Quelle: Bundesministerium für Gesundheit). Zahlreiche Kliniken, rund 200 spezialisierte Stationen und nahezu 1.400 Beratungsstellen widmen sich den Erkrankten. Doch nur wenige Betroffene nehmen diese Angebote berhaupt an. Professor Dr. Udo Schneider, Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), vermutet dafr mehrere Grnde: "Das Hilfesystem ist oftmals nur auf Abstinenz ausgerichtet. Damit wird Patienten wenig Entscheidungsspielraum eingerumt und das Angebot ist zu wenig ausdifferenziert."

Ein alternativer Ansatz ist das "Kontrollierte Trinken" - dabei legt der Betroffene eine bestimmte Trinkmenge für sich fest, erreicht sie und hält sie über lngere Zeit. Die Methode wurde von Professor Dr. Joachim Krkel, Psychologisches Institut der Universität Heidelberg, entwickelt und ist für diejenigen geeignet, die ihren Alkoholkonsum reduzieren mchten. Theoretische Grundlage ist der so genannte Selbstkontrollansatz der Verhaltenstherapie.

In einer ambulanten Studie mchte ein Pflege- und ärzteteam der MHH nun untersuchen, ob alkoholkranke Patienten über das Trainingsprogramm zum kontrollierten Trinken weniger Alkohol konsumieren als Patienten, die ausfhrlich über die Droge und ihre Folgen aufgeklärt wurden und denen eine offene Therapie angeboten wird. Interessierte fhren zunchst ein Gespräch mit einem Therapeuten, werden untersucht und mssen einige Fragebgen ausfllen. Anschlieend werden sie einer der beiden Gruppen zugelost. Dann beginnt das Training, das 10 mal zwei Stunden umfasst. Zum Abschluss folgen eine Nachuntersuchung und nochmals einige Fragebgen.

Fr die Studie werden Probanden gesucht, die in riskanten Mengen Alkohol zu sich nehmen, ihren Definition Konsum reduzieren wollen, aber keine Abstinenz anstreben. Interessierte knnen sich wochentags zwischen 10 und 13 Uhr sowie zwischen 14 und 16 Uhr an Bernhard Hring wenden, Telefon: (0511) 532-4076 oder -7616, E-Mail: Haering.Bernhard@mh-hannover.de

Fr Medienvertreter: Weitere Informationen zur Studie gibt gern Professor Dr. Udo Schneider, Telefon: (0511) 532-6559, E-Mail: Tegtmeyer.Marlies@mh-hannover.de

*Schdlicher Gebrauch: tglich 40 Gramm reiner Alkohol bei Mnnern und 20 Gramm bei Frauen. Als Beispiel: Das entspricht einem Liter beziehungsweise einem halben Liter Bier.

Quelle: IDW-Online

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