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Es gibt immer einen Ausweg

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Es gibt immer einen Ausweg

Meldung vom 9. Januar 2003

Aktionsjahr 2003 der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) zu Jugend und Sucht

"Ausweg.de", unter diesem Motto macht die Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS) das Jahr 2003 zum Schwerpunktjahr Jugend und Sucht, um damit auf den hohen Definition Konsum von Suchtmitteln bei Jugendlichen zwischen 14 und 28 Jahren hinzuweisen. Beratungsstellen, Sucht-Selbsthilfegruppen und die Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe sollen im Rahmen dieses Aktionsjahres vor Ort das Thema aufgreifen und sich wo immer mglich zum Ansprechpartner machen für Jugendliche mit Suchtproblemen und für alle, die mit Jugendlichen zu tun haben: Eltern, Schulen, Jugendzentren, Polizei, Jugendmter oder Betriebe.

Dazu wird ihnen eine Mappe mit Hintergrundinformationen und zahlreichen Anregungen sowie Vorlagen für Plakataktionen zur Verfgung gestellt, die unter dem Slogan "zu verschenken" und "Es ist nicht leicht, von Drogen loszukommen" im Internet unter http://www.ausweg.de herunterzuladen sind. Die Kampagnen wurden von Grafikstudenten und -studentinnen der Fachhochschule Dortmund speziell für diesen Zweck entwickelt.

"Das bisherige Angebot in der Suchtkrankenhilfe bercksichtigt diese Zielgruppe nur ungengend", begrndet der Geschftsfhrer der DHS, Rolf Hllinghorst, diese Aktion für junge Menschen. Je früher ein Suchtproblem erkannt wird, um so grer sind die Chancen, dass es erst gar nicht zur Definition Abhängigkeit kommt. Dies ist besonders bei Jugendlichen wichtig, denn in dieser Lebensphase werden Weichen für die Zukunft gestellt. Schul- und Berufsabschluss, die Suche nach der eigenen Identitt, erste Kontakte mit dem anderen Geschlecht sind wichtige Aufgaben in dieser Zeit des Erwachsenwerdens. Wenn Suchtmittel dabei schon früh eine bedeutende Rolle spielen, kann der Jugendliche sich damit entscheidende Hindernisse in den Weg stellen.
Hufig kommt es zu Problemen in Schule und Ausbildung, zum Verlust des Fhrerscheins, zu Problemen mit der Justiz, sei es durch aggressive Handlungen im Zusammenhang mit Alkoholkonsum oder Problemen durch den Konsum von illegalen Drogen. Mit dem steigenden Mischkonsum von verschiedenen Substanzen gehen die Jugendlichen oft ein unkalkulierbares Risiko ein. Zwar gehrt riskantes Verhalten in der Jugend oft dazu - aber die mglichen Konsequenzen werden von den Jugendlichen häufig unterschtzt.
Die Zahl von Minderjährigen, die bereits abhängig sind und die Kontrolle über ihren Konsum verloren haben, scheint nach Meinung aller Experten/innen zuzunehmen. Gerade diese Gruppe verelendet nach Beobachtungen rasend schnell und sie geraten bereits ganz jung in den Teufelskreis der Abhängigkeit, das heit, sie verlieren die Kontrolle über ihren Konsum und knnen nicht mehr ohne Suchtmittel leben. Den Jugendlichen fehlen oft sachliche Informationen und attraktive Alternativen zum Konsum von Suchtmitteln. Ihnen fehlt das Vertrauen, sich mit Fragen oder Problemen an die entsprechenden Stellen zu wenden. Oft wissen sie auch zu wenig über diese Angebote.

Hier will die DHS Abhilfe schaffen und die Institutionen der Suchtkrankenhilfe und alle gesellschaftlichen Krfte auffordern, sich für diese Jugendlichen zu engagieren, ihnen Möglichkeiten zu bieten, Selbstwert und Selbstvertrauen aufzubauen, damit sie "Nein" sagen knnen zu Suchtmitteln.

Warum "ausweg.de"?


Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) eröffnet das Schwerpunktjahr 2003 "Jugend und Sucht"

In der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) sind 24 bundesweit in der Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe ttige Verbnde zusammengeschlossen. Ihr gemeinsames Anliegen ist es, Menschen mit substanzbezogenen Störungen möglichst frühzeitig individuell und effektiv zu helfen. Diese Hilfe stt an ihre Grenzen.

Der Vorstand der DHS hat auf Vorschlag der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe das Jahr 2003 zum Schwerpunktjahr "Jugend und Sucht" ausgerufen. In einer konzertierten Aktion wollen die beteiligten Verbnde, deren Einrichtungen im ambulanten (Beratungsstellen für Suchtkranke und ihre Angehrigen), im teilstationären (Tageskliniken) und stationären Sektor (Fachkliniken für Suchtkranke, Allgemeinkrankenhuser, Psychiatrien), aber auch die mehr als 7000 Selbsthilfegruppen dem Thema "Jugend und Sucht" (noch) grere Aufmerksamkeit widmen.

Um diese Aktivitten zu untersttzen, hat die DHS eine Reihe von Materialien erstellt, die in einer Informationsmappe zusammengestellt und auch im Internet zur Verfgung gestellt werden.

Es gibt immer einen Ausweg - Hilfe ist mglich

Im Verlauf des Jahres 2003 soll diese Botschaft immer wieder publiziert und vermittelt werden. Gleichermaen wichtig ist, dass sich die Einrichtungen der Suchtkrankenhilfe positionieren, dass sie in der Lage sind, auch jungen Menschen, die Substanzmissbrauch betreiben beziehungsweise abhängig sind, zu helfen.

Da es erhebliche Versorgungslcken bei der Sekundr- und Tertirprävention gibt, hat die DHS den Schwerpunkt nicht nur auf die bereits eingetretene Definition Abhängigkeit gelegt, sondern mchte erreichen, dass ganz besonders schdlich und riskant konsumierende junge Menschen angesprochen werden. Deshalb sind sowohl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendhilfe als auch in der Suchtkrankenhilfe angesprochen. Aber natrlich auch Eltern und Lehrerinnen und Lehrer. "Die Normalitt des frühen Konsums muss durchbrochen werden", so Rolf Hllinghorst, Geschftsfhrer der DHS.

In ihrer Kampagne konzentriert sich die DHS auf die stoffgebundenen Störungen. Wohl wissend, dass Automaten für junge Mnner ein Problem sein knnen, Essstörungen insbesondere junge Frauen betreffen und auch der Umgang mit den neuen Medien pathologisch werden kann.

Die in Berlin vorgestellte Informationsmappe soll den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Begleiter durch das Jahr 2003 sein. Ihre Inhalte in Kurzform: Daten, Zahlen und Fakten, Wirkung von Suchtmitteln, Lebensgeschichten, kleine Stoffkunde, Modelle und Projekte und Vorlagen für Pressemeldungen.

Neu im Vergleich zu hnlichen Informationsmappen der Vorjahre sind die "FAQ's", häufig gestellte Fragen, zu denen die Antworten bereits formuliert wurden.

Dazu gibt es Anregungen und Vorlagen für Kampagnen vor Ort. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Dortmund erarbeiteten Studierende eine ganze Reihe von Kampagnen. "Zu verschenken" wurde für regionale Kampagnen ausgewhlt. Unter dem Slogan "Der Weg aus der Sucht beginnt mit einer Entscheidung" gibt es druckreife Vorlagen für Plakate zu den unterschiedlichen psychoaktiven Substanzen, die auch zur Erstellung von Postkarten, Faltblttern, Kleinanzeigen und vielen anderen Dingen verwendet werden knnen, die vor Ort als hilfreich erscheinen.

Im Internet: http://www.ausweg.de.

Bei Rckfragen wenden Sie sich bitte an:

Rolf Hllinghorst
eMail: huellinhorst@dhs.de
Tel.: 02381/901510
mobil: 0172/2743213

Christa Merfert-Diete
eMail: merfert-diete@dhs.de
Tel.: 02381/901518
mobil: 0173/2920321

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