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Internet-Sucht: Ein Literaturüberblick

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Internet-Sucht: Ein Literaturberblick

Meldung vom 8. Januar 2003

Zahlreiche Falldarstellungen sowie die Ergebnisse einer Reihe empirischer Untersuchungen lassen vermuten, dass die exzessive Nutzung von Onlinediensten mit erheblichen Beeintrchtigungen der Lebensfhrung einhergehen kann. Zur Verbreitung der Internetsucht gibt es keine zuverlssigen Schtzungen.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) veröffentlicht in der von ihr herausgegebenen Zeitschrift SUCHT (48. Jahrgang, Heft 1, Februar 2002) eine bersichtsarbeit zum Thema "Internet-Sucht":

In der Literatur wird oftmals auf hnlichkeiten zwischen der sog. Internet-Addiction einerseits und Definition Abhängigkeitserkrankungen oder Störungen der Impulskontrolle andererseits hingewiesen. In Abhängigkeit von der jeweiligen Symptomatik knnen fnf verschiedene Untertypen der Internetsucht beschrieben werden: Man kann abhängig sein von Online-Sex, von Online-Spielen, von Online-Chats, vom Internet-Surfen und E-Mails-senden und abhängig von Online-Rollenspielen. Zur Verbreitung der Internetsucht in der Allgemeinbevlkerung liegen bislang keine zuverlssigen Schtzungen vor.

Verschiedene Personenmerkmale (Alter, Geschlecht, psychische Störungen etc.) sowie spezifische Merkmale der verschiedenen Onlinedienste (Anonymitt, Ereignishufigkeit etc.) scheinen das Risiko einer exzessiven und somit mglicherweise schdlichen Nutzung zu erhhen. Die vorliegenden Daten sind häufig widersprchlich und erlauben lediglich vorlufige Schlussfolgerungen, da sich die Soziodemographie der Nutzer innerhalb weniger Jahre deutlich verndert hat und darber hinaus hinsichtlich der Nutzung des World Wide Web nach wie vor erhebliche geographische Ungleichheiten vorausgesetzt werden mssen.

Quelle: Demmel et.al.: Internet Addiction: Ein Literaturberblick, in SUCHT 1/2002, S. 29 - 46

Bei Rckfragen wenden Sie sich bitte an:

Rolf Hllinghorst
eMail: huellinhorst@dhs.de
Tel.: 02381/901510
mobil: 0172/2743213

Christa Merfert-Diete
eMail: merfert-diete@dhs.de
Tel.: 02381/901518
mobil: 0173/2920321

Quelle: DHS

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