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Meldung vom 15. November 2002
Berlin (AP) Der in sieben Stdten laufende Modellversuch mit kontrollierter Abgabe von Heroin beziehungsweise der Ersatzdroge Methadon stt laut einem Bericht der Welt (Freitagausgabe) bei Süchtigen noch auf geringes Interesse. Fast berall fehlten Probanden, berichtet das Blatt unter Berufung auf den rztlichen Geschftsfhrer der Hamburger Drogenambulanzen GmbH, Klaus Behrendt. Nur in Köln habe man etwa gleich viele mit Methadon behandelte Patienten und so genannte Nichterreichbare aus der Drogenszene gewinnen knnen.
In Hamburg etwa gebe es mehr Teilnehmer aus der Substituiertenszene - bei denen bereits Heroin durch Methadon ersetzt (substituiert) worden ist - und erheblich weniger Probanden aus den offenen Drogenszenen, heit es. Dem Blatt zufolge fhrt Behrendt dies unter anderem auf Missverstndnisse und Desinformation zurück. So werde in der Szene gemunkelt, die für Heroinzuteilung vorgesehene Probandengruppe erhalte gar kein echtes Heroin. Auch wrden viele Abhängige davon abgeschreckt, dass ihnen nicht von vornherein die Zuweisung zur Heroin-Gruppe versprochen werde. Abschreckend wirkten auch die strengen Auflagen sowie die vorherigen Untersuchungen und Befragungen.
Er sei aber nicht beunruhigt, sagte Behrendt dem Blatt zufolge. Die Rekrutierungsphase laufe so schleppend an, wie man es erwartet habe. Er warnte vor Panik. Vielmehr msse die Rekrutierung intensiviert werden.
Quelle: http://de.news.yahoo.com