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Jahresbericht der EU-Drogenbeobachtungsstelle 2002

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Jahresbericht der EU-Drogenbeobachtungsstelle 2002

Meldung vom 14. Oktober 2002

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Jahresbericht der EBDD zeigt: Deutsche Drogenpolitik auch im Europäischen Vergleich erfolgreich.

Der Bericht der Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht in Lissabon, die - gemeinsam mit EUROPOL - im Auftrag der Europäischen Union die Entwicklungen im Bereich der illegalen Drogen beobachtet stellt fest, dass die Drogenproblematik sich in Europa insgesamt stabilisiert hat.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marion Caspers-Merk erklrt dazu:
"Die Europäische Drogenpolitik gleicht sich trotz kulturell bedingter Unterschiede insgesamt mehr und mehr an, das ist gut so. Alle Staaten legen einen Schwerpunkt auf die Prävention und therapeutische Hilfen, moderne Konzepte wie der Einsatz Gleichaltriger (Definition Peer) und des Internets sind inzwischen Standard in der Europäischen Drogenarbeit. Die Zusammenarbeit unter den Drogenbeauftragten und -koordinatoren der EU-Partnerstaaten funktioniert gut, effektive Anstze der Prävention sollten noch transparenter und damit in allen Staaten nutzbar gemacht werden. Jetzt kommt es darauf an, auch die Beitrittslndern, die ein wachsendes Drogenproblem zu gewrtigen haben, zu untersttzen."
Cannabis ist nach wie vor die am weitesten verbreitete illegale Substanz. "Partydrogen" (Ecstasy, Amphetamine) spielen in bestimmten Szenen eine große Rolle. Hier fördert die Bundesregierung die Aufklärung über die Risiken dieser Substanz und erprobt gemeinsam mit mehreren Bundeslndern im Rahmen des Modellprojektes "FreD" eine Frühintervention durch Beratung polizeiaufflliger Cannabiskonsumenten.

Der Bericht beobachtet in Deutschland eine im Europäischen Vergleich relativ niedrige Rate des sog. "problematischen Drogenkonsums", d.h. vor allem intravenser Heroingebrauch. Das deckt sich mit dem Rückgang der Drogentodeszahlen in 2001 und im ersten Halbjahr 2002. Die Bundesregierung wird auch weiterhin die Substitutionsbehandlung ausbauen und fachlich qualifizieren, denn nur wer berlebt, kann aus der Drogensucht aussteigen.